Der Gartenbauverein lud zu einem interessanten Vortrag über die Medizin aus Knospen ein und zahlreiche Naturbegeisterte folgten der Einladung ins Pfarrheim Traunwalchen.

Unter dem Motto „Wunder geschehen immer wieder“ drehte sich alles um die faszinierende Kraft junger Pflanzenknospen. Knospen seien „das pure Leben“, erklärte die Referentin Andrea Illguth anschaulich und sehr kurzweilig. In ihnen steckt die geballte Energie und Information der ganzen Pflanze die man im Frühjahr für sich nutzen kann.

In der Knospentherapie, auch Gemmotherapie genannt, werden die jungen Pflanzenteile, die bereits im Vorjahr alle wichtigen Anlagen für Blätter, Blüten und Triebe in sich tragen, frisch geerntet und in einem Auszug aus Alkohol und Glycerin verarbeitet. Man kann sie aber auch frisch knabbern, zum Beispiel schmecken Knospen der Weide nach Pfeffer.

Vorgestellt wurden die heilende und unterstützende Wirkung der 10 wichtigsten Knospen. Nummer eins ist die schwarze Johannisbeere, deren Knospen in der Naturheilkunde entzündungshemmend und immunstärkend wirkt. Wichtig ist es, dass bei ernsthaften, gesundheitlichen Problemen stets ärztlicher oder heilpraktischer Rat eingeholt wird und man weiß welche Baum- oder Strauchsorte man beerntet um einer Vergiftung vorzubeugen.

Zum Abschluss blieb noch Zeit für Fragen, die rege genutzt wurde. Martina Schuster, Vorsitzende des Gartenbauvereins bedankte sich bei allen für den tollen Abend, der einmal mehr zeigte: Die Natur hält oft überraschende Lösungen bereit.

Text, Foto: Gartenbauverein Traunwalchen