1. Platz im Fachbereich Biologie und Teilnahme beim Landeswettbewerb in Regensburg
„Maximale Perspektive“, so lautete das diesjährige Motto beim Wettbewerb Jugend forscht/Jugend forscht junior. Zwei Schülerinnen der Walter-Mohr-Realschule Traunreut präsentierten ihr Projekt „Was steckt wirklich hinter der Schlangenhaut?“ beim 10. Regionalwettbewerb am 25. und 26.02.26, an der Technischen Hochschule Rosenheim und haben sich zusammen mit 7 weiteren Projekten für den Landesentscheid in Bayern qualifiziert. Insgesamt nahmen mehr als 80 Schülerinnen und Schüler mit über 50 Projekten aus den Bereichen Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Arbeitswelt, Mathematik/Informatik, Physik, Biologie und Technik am Regionalwettbewerb in Rosenheim teil.
Jona hat zuhause eine Königspython, die sich 3–4-mal im Jahr häutet. Die Schlangenhaut ist aus Schuppen aufgebaut und schützt die Tiere vor Flüssigkeitsverlust. Sie ermöglicht auch eine effiziente Fortbewegung. Marlene und Jona, beide gehen in die 5. Klasse, wollten in ihrem Projekt erforschen, welche Eigenschaften der Schlangenhaut Schutz und Fortbewegung unterstützen. Dazu verwendeten sie die abgestreifte Schlangenhaut und untersuchten sie unter dem Mikroskop. Sie untersuchten auch, wie die Haut auf unterschiedliche Chemikalien reagiert. Schlangen bewegen sich auf verschiedenen Untergründen kriechend fort – die Haut ist also ständigen Reibungskräften ausgesetzt. Ihre Haut muss aber 2-3- Monate halten, bis das Häuten einsetzt und sie erneuert wird. Die beiden hat daher interessiert, welche Reibungseigenschaften die Schlangenhaut zeigt. Mit zwei unterschiedlichen Messmethoden konnten sie die Haft- und Gleitreibungskoeffizienten der Schlangenhaut bestimmen und mit anderen Materialien wie Styropor, Holz, Folie oder Schmirgelpapier vergleichen. Tatsächlich konnten sie klar zeigen, dass die Schlangenhaut extrem reibungsarm ist, was ihr eine effiziente Vorwärtsbewegung ermöglich.
Mit ihrer großen Begeisterung, ihrem schönen Wettbewerbsstand und dem gelungenen Projektvortrag konnten die beiden die Jury voll überzeugen. Sie gewannen mit ihrem Projekt im Fachbereich Biologie den ersten Preis bei Jugend forscht junior und dürfen nun Mitte April beim Landeswettbewerb in Regensburg teilnehmen.
Jona und Marlene hat der Wettbewerb sehr viel Spaß gemacht. „Wir fanden es toll, weil wir faszinierende Projekte und Stände hautnah erleben durften und weil wir für unser Projekt viele neue Ideen mitnehmen konnten“, schwärmen die beiden.
Neue Ideen für Verbesserungen und spannende Ansätze gibt es auch schon, denn möglicherweise kann die Haut als Vorbild für technische Anwendungen dienen.
Die gesamte Schulfamilie gratuliert den Preisträgern ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg!
