Mehr als 250 Besucher haben am Samstag, dem 27. Juni, das 30. Kronenfest der Siebenbürger Sachsen im Heimathaus Traunreut gefeiert.
Die Jubiläumsveranstaltung brachte aktive und ehemalige Mitglieder der Trachtengruppe zusammen, die für diesen besonderen Anlass erneut ihre traditionellen Gewänder anlegten und gemeinsam tanzten. Das Programm wurde durch die Jugendtanzgruppe der Siebenbürger Sachsen aus Landshut sowie den Trachtenverein D’ Traunviertler aus Traunwalchen ergänzt. Beide Gruppen sorgten mit ihren Auftritten für zusätzliche Abwechslung und zeigten, wie vielfältig die regionale Tanz- und Festkultur ist.
Seit seiner Einführung im Jahr 1995 hat das Kronenfest in Traunreut einen festen Platz im Jahreskalender. Nur während der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung einmal pausieren. Oswald Zerwes, damals Zweiter Vorsitzender der Landsmannschaft, erinnert sich an die Anfänge: Der Wunsch sei gewesen, den vertrauten Brauch aus der alten Heimat weiterzuführen. In seiner Ansprache hob Richard Schneider, Vorsitzender der Siebenbürger Sachsen Traunreut, die Bedeutung des Festes hervor. Bräuche und Traditionen seien „lebendige Heimat“, die man im Herzen trage. Jede Tracht und jeder Tanz mache die Geschichte der Gemeinschaft sichtbar und erinnere daran, was über Generationen bewahrt wurde. Auch Bürgermeister Hans-Peter Dangschat gratulierte zum Jubiläum und würdigte das Engagement der Organisatoren. Das Kronenfest sei eine Bereicherung für die Stadt und ein Zeichen für die Verbundenheit mit den eigenen Wurzeln.
Bereits am Vortag hatten rund 70 Helfer den Festplatz vorbereitet, den Kronenbaum aufgestellt und Kuchen gebacken. Das Jubiläumsfest zeigte damit nicht nur den Rückblick auf eine lange Tradition, sondern auch, wie stark sie bis heute von vielen Menschen getragen wird.
Text, Foto: Siebenbürger Sachsen

