Foto: Die neu ausgebildeten Alltagshelfer mit Erstem Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Quartiersmanagerin Nathalie Bickel (3. und 4. v.l.), Susanne Aicher von der Alzheimer Gesellschaft Südostbayern (7.v.l.), und Angela Auer, Leitung Familienstützpunkt und Koordinatorin Mehrgenerationenhaus (2.v.r.).
Fast jeder Mensch kommt im Laufe seines Lebens mit dem Thema Pflege in Berührung, sei es als Betroffener, Angehöriger, Nachbar oder Bekannter. Das Quartiersmanagement der Stadt Traunreut hat nach der erfolgreichen Durchführung im vergangenen Jahr auch dieses Jahr wieder zusammen mit dem Mehrgenerationenhaus Traunreut und der Alzheimer Gesellschaft Südostbayern e.V. eine Schulung für Alltagshelfer angeboten.
Wie groß das Interesse ist, sich in diesem Bereich besser auszukennen und ehrenamtlich zu engagieren, zeigten die vielen Anmeldungen für die fünfteilige Fortbildung. Bereits im vergangenen Jahr waren in Traunreut 14 Menschen ausgebildet worden, jetzt haben 12 neue Alltagshelfer ihr Zertifikat erhalten. „Es ist schon besonders, dass die Kurse in Traunreut so gut angenommen werden“, so Susanne Aicher von der Alzheimer Gesellschaft Südostbayern bei der Abschlussveranstaltung.
Die Schulung zur Alltagsbegleitung nach §45a SGB XI, deren Kosten die Stadt Traunreut und das Mehrgenerationenhaus übernahmen, vermittelt niederschwellig wichtige Kenntnisse und Kompetenzen, um andere Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen. Sogenannte „Alltagshelfer“ betreuen, beaufsichtigen, unterstützen und entlasten stundenweise in den unterschiedlichsten Bereichen – von der Begleitung zum Einkaufen oder Gottesdienst
bis zum gemeinsamen Kochen und Lesen. Die Schulung umfasste verschiedenste Themengebiete, wie rechtliche Rahmenbedingungen, Krankheitsbilder und das Handeln in Notfallsituationen sowie Ernährung und Verpflegung.
Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat überreichte den 12 Teilnehmenden, die alle Module erfolgreich abgeschlossen haben, ihre Zertifikate: „Ihr Einsatz für die Gemeinschaft ist sehr wertvoll und ich freue mich, dass wir hier im Herzen der Stadt die Möglichkeit für eine solche Veranstaltung haben. Besonders möchte ich mich daher auch für die hervorragende Kooperation zwischen unserer Quartiersmanagerin Nathalie Bickel und Angela Auer sowie Veronika Ebner vom Mehrgenerationenhaus des Landkreises bedanken“, so Dangschat.
Mit ihrem erhaltenen Zertifikat können sich die Absolventen der Schulung als „ehrenamtlich tätige Einzelperson“ registrieren und für ihre Unterstützungsleistungen jährlich steuerfrei bis zu 3300 Euro Aufwandsentschädigung erhalten. „Sie können sich selbst organisieren oder, wenn sie das möchten, auch bei einer Sozialeinrichtung (z.B.: Caritas Demenzhelfer) registrieren.
Auch das Quartiersmanagement vor Ort unterstützt gerne bei der Vermittlung. Manche haben den Kurs aber auch nur für sich selbst gemacht“, erklärte Susanne Aicher. Die Schulungsteilnehmenden, die aufgrund von Krankheit oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen nicht alle Module der Traunreuter Schulung belegt haben, können die fehlenden Termine in der nächsten Schulung kostenlos nachholen, um ihr Zertifikat zu bekommen.

