Bürgermeister Hans-Peter Dangschat stand Rede und Antwort – CSU-Stadtratskandidaten stellten sich vor
Eine Fülle von Fragen musste Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat beim „Seniorencafé“ des CSU-Ortsverbandes im Sportheim des TSV Traunwalchen-Matzing beantworten. Bei der mit über 60 Teilnehmern besuchten Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen stellte sich ein Teil der CSU-Stadtratskandidaten vor, die auch die Bewirtung übernahmen.
„Unser Hans-Peter Dangschat hat was bewegt in den letzten sechs Jahren“, bilanzierte der Stadtrat und CSU-Vorstand Hans Jobst. „Vor allem hat er über die Parteigrenzen hinweg ein homogenes Gefüge im Stadtrat geschaffen. In seiner jungen und dynamischen Art sitzt der studierte Jurist an der richtigen Stelle und wir wollen, dass das die nächsten sechs Jahre so weitergeht“, plädierte Jobst für eine Wiederwahl von Dangschat zum Ersten Bürgermeister Traunreuts.
Eingangs der Veranstaltung gab Bürgermeister Dangschat insbesondere aus Traunwalchner Perspektive einen kurzen Einblick ins aktuelle kommunalpolitische Geschehen. Das direktBUS-Angebot werde ausgesprochen gut angenommen und ermögliche Menschen in den Ortsteilen eine direkte, schnelle Verbindung in die Innenstadt. „Mir liegt persönlich viel am direktBUS, und weil er so erfolgreich ist, möchten wir das Angebot bald ausbauen”, so der Bürgermeister.
Angesichts der Tatsache, dass viele Traunwalchner Kinder nach Traunreut in Kinderkrippen gehen, sei der Neubau des Kindergartens absolut notwendig. Erstmals könnten dadurch zusätzlich auch Krippenplätze direkt in Traunwalchen angeboten werden.
Auch der Ortskern Traunwalchens war ein Thema. Vor allem für die Vereine habe es schlechte Auswirkungen, dass es in Traunwalchen keinen Wirt mehr gibt, so der Bürgermeister. Abhilfe geschaffen wird demnächst, indem Ortsvereine wie die Blaskapelle und der Trachtenverein dauerhaft Räumlichkeiten in der Traunwalchner Schule nutzen dürfen. Unterm Strich bleibt aber laut Dangschat die Aufgabe: „Der Ortskern von Traunwalchen muss belebt werden. Nach den Bürgerversammlungen haben wir Kontakt mit der Regierung aufgenommen, um ein neues gefördertes Dorferneuerungsprogramm zu starten.” Was das Wohnen betrifft, wolle man Baugebiete in Traunwalchen und Oderberg erweitern, „denn in Traunwalchen besteht ein hoher Bedarf an Einfamilienhäusern“, betonte Dangschat.
Schließlich stand der Erste Bürgermeister den Seniorinnen und Senioren in einer Fragerunde Rede und Antwort. Wann es denn mit der „großen Baugrube“ in Traunreut weitergehe, wollte ein Bürger wissen und meinte damit das stagnierende Projekt MunaPark West. Der Investor sei offensichtlich in Verzug geraten, informierte Dangschat dazu. „Der Stadt ist durch die Verzögerung im Projekt aber weder ein finanzieller noch sonstiger Schaden entstanden, auch wenn es wirklich nicht schön ausschaut.” Die gute Nachricht sei, dass ALDI den Neubau eines Marktes nun selbst übernehmen und noch heuer mit dem Bau beginnen werde. Auch die weiteren geplanten Bauvorhaben am MunaPark West – zum Beispiel Wohnungen speziell für Senioren – beurteilte der Bürgermeister in puncto baldiger Ausführung positiv.
Als problematisch empfanden einige Fragesteller die Parkplatzsituation am Traunreuter Rathausplatz. „Ja, das ist ein Problem“, bestätigte der Bürgermeister. Auch hier suche die Stadt nach Lösungen. Bemängelt wurde im weiteren Verlauf der Fragerunde auch, dass es in Traunreut keinen Hautarzt mehr gebe. Hierzu sei man bereits mit den Krankenkassen und der Ärztekammer im Gespräch, ließ Dangschat wissen. Positiv angemerkt wurde beispielsweise der Ausbau der Straße am Frühlinger Spitz.
Zum Abschluss der Veranstaltung stellten sich einige CSU-Stadtratskandidaten vor. Den Anfang machte Zweiter Bürgermeister, Diplom-Handelslehrer und Waldbauer Reinhold Schroll. Weitere CSU-Kandidaten waren: Kulturreferentin, CSU-Fraktionsvorsitzende und Referentin für Unternehmenskommunikation Stefanie Gampert-Straßhofer; Stadtrat und Maschinenbaumeister Hans Jobst; Stadträtin, Hausfrau und Kassiererin Angelika Zunhammer; Stadtrat und Entwicklungsingenieur Alexander Gruber; die Staatlich geprüfte Bautechnikerin Martina Schuster, selbständig als Ingenieur- und Planungsbüro für Straßenbau, Infrastruktur und Bauleitplanung; Eva-Maria Gallinger, Lehrerin an der Realschule Traunreut; der Wirtschaftsingenieur Clemens Parzinger; Johann Weisshaupt, Heizungsbaumeister und Unternehmer; die Kieferorthopädische Fachangestellte und Vorsitzende des Arbeitskreises Verkehr Helga Berger; der Versicherungsfachmann Christian Klepke; der selbständige Caterer Ivica Moslavac sowie der langjährige Stadtrat und Bäckermeister Hans Kneffel. geg

