Stadt Traunreut setzt bei Jugendbürgerversammlung auf Social-Media-Kanäle

Die Stadtverwaltung Traunreut geht bereits seit längerem den Weg der Digitalisierung. Erst kürzlich erhielt sie vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales die Auszeichnung „Digitales Amt“ für besonders engagierte Umsetzungen von Online-Angeboten im Sinne des Onlinezugangsgesetzes für die Öffentlichkeit. Bereits das dritte Jahr in Folge wurde heuer wieder die Bürgerversammlung digital über Facebook und YouTube übertragen. Da war es nur konsequent, auch die Jugendbürgerversammlung erstmals rein online durchzuführen.

Im Juni wurde eine „Sommer-Jugendbürgerversammlung“ noch in „hybrider“ Form abgehalten, also als Präsenzveranstaltung im k1 mit gleichzeitiger live-Übertragung. Nun entschied sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat für einen reinen Livestream. Neu war dieses Mal auch die Ausstrahlung über die Kanäle tiktok und Instagram.
„Es ist uns ein Anliegen, in unserem Stadtgeschehen bei Planungen und Entscheidungsfindungen auch die Jugend mit einzubeziehen. Es ist uns wichtig, zu hören, was sie be-wegt, wie Angebote angenommen werden und was man auch noch besser machen könnte. Dazu muss man dorthin gehen, wo man die Jugendlichen erreicht, und daher haben wir uns für diesen eher unkonventionellen, aber auch zielgruppenorientierten Weg entschieden.“, erklärt Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat.

Im Livestream präsentierte er Themen, welche die jungen Menschen der Kernstadt und den Ortsteilen betreffen. Er stellte etwa die „Ideenfabrik“ vor, ein Projekt von Jugendre-ferentin Veronika Lauber und dem Team des Jugendzentrums um Leiter Alexander Harsch. Es soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, eigene Ideen rund um das Stadtleben in Arbeitsgruppen auszuarbeiten. Des Weiteren zeigte er Pläne aktueller Bauvorhaben wie die Sanierung der Kantstraße oder die Umgestaltung des Grünzugs an der Eichendorffstraße, die Jung und Alt eine bessere Aufenthaltsqualität in der Traunreuter Innenstadt bieten sollen.

Die Themen Energie, Nachhaltigkeit und Umwelt fanden großen Anklang bei der letzten Jugendbürgerversammlung, und so ging Dangschat auch auf diese Punkte ein. Er verkündete, dass der Photovoltaikausbau auf dem Erweiterungsbau des Rathauses abgeschlossen ist, stellte den Ausbau von E-Ladesäulen vor und gab an, dass mehr Öko-Aus-gleichsflächen als vorgegeben geschaffen worden sind.

Im Anschluss an die Präsentation gab es eine lebhafte Fragerunde, in welcher der Erste Bürgermeister von Moderatorin Evi Dettl unterstützt wurde. Es wurden im Vorfeld bereits Fragen unter anderem über den What’s-App-Kanal der Stadtverwaltung eingereicht und auch live war die Beteiligung sehr rege.
Die Fragesteller wollten zum Beispiel wissen, ob ein Graffiti-Workshop mit dem Künstler, der die Kulturpassage gestaltet hat, möglich wäre. Dangschat meinte, dass dieser gern angefragt werden könnte. Des Weiteren wünschten sich viele Teilnehmende die Ansiedlung größerer Mode- und Fastfoodketten in der Stadt. Zumindest sei die Aussicht auf ein neues Schnellrestaurant gut, meinte der Erste Bürgermeister, doch bei großen Modeketten sei die Nachfrage dann doch zu gering und verwies auf die Einkaufsstadt Salzburg, deren Möglichkeiten auch von vielen Traunreuterinnen und Traunreutern genutzt würden.

Andere wünschten sich ein Angebot von Graphic Novels in der Stadtbücherei, oder auch Möglichkeiten, draußen Basketball zu spielen oder sich generell aufzuhalten. Dangschat verwies auf die Neugestaltung der Eichendorffstraße mit verschiedenen Aufenthalts-möglichkeiten und bereits bestehende Plätze.

Im Jugendzentrum Traunreut war eine Gruppe versammelt um gemeinsam den Livestream zu verfolgen und Fragen zu stellen. Auch konnte Alex Harsch, der JUZ-Leiter bereits einige Folgen in der Live-Übertragung beantworten. So stellte er die Möglichkeit, künftiger Konzerte im JUZ in Aussicht und lud ein, die Slackline und weitere Freizeit-möglichkeiten auf dem Gelände zu nutzen.
Der livestream kann über die Social-Media-Kanäle der Stadt Traunreut und unter www.traunreut.de nachträglich aufgerufen werden.

 

Foto, Text: Stadt Traunreut