{"id":24141,"date":"2024-05-30T15:54:25","date_gmt":"2024-05-30T13:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/?p=24141"},"modified":"2024-05-30T15:54:25","modified_gmt":"2024-05-30T13:54:25","slug":"ein-ganzes-wochenende-im-zeichen-der-madonna-delle-grazie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/?p=24141","title":{"rendered":"Ein ganzes Wochenende im Zeichen der \u201cMadonna delle Grazie\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erster B\u00fcrgermeister Hans-Peter Dangschat, Partnerschaftsreferentin Gerti Winkels und Stadtr\u00e4tin Helga Zembsch nahmen auf Einladung der au\u00dferordentlichen Kommission Nettunos an den Feierlichkeiten teil.<\/strong><\/p>\n<p>Die Mutter Gottes wird in Italien ganz besonders verehrt, deshalb finden im Mai an vielen Orten Prozessionen statt. In Nettuno hat es damit eine besondere Bewandtnis. Die Statue von \u201eNostra Signora delle Grazie\u201c kommt urspr\u00fcnglich aus Ipswich in England. Als w\u00e4hrend der S\u00e4kularisation unter Heinrich VIII. die Kunstsch\u00e4tze aus Kirchen und Kl\u00f6stern ent-fernt wurden, entschloss man sich, so viel wie m\u00f6glich auf Schiffe zu verladen und in Sicherheit zu bringen. So kam die urspr\u00fcnglich schlichte Holzfigur im Jahr 1550 nach Nettuno. Dort wurde sie im Laufe der Zeit immer prunkvoller ausstaffiert, erhielt kostbare Kleidung und eine Gloriole.<\/p>\n<p>Seit 2009 pflegt der Verein \u201eLa Stella del Mare\u201c die Kultur und Geschichte der Stadt Nettuno. In eigener Schneiderei werden die historischen Kost\u00fcme gefertigt, in denen j\u00e4hrlich viele Aktivit\u00e4-ten stattfinden.<\/p>\n<p>Am Freitagabend fand der erste Umzug statt. B\u00fcrgerliche Trachten sowie aufw\u00e4ndige Kleidung des Adels und der feinen Gesellschaft konnte man bestaunen. Im mittelalterlichen Borgo setzte sich der Zug in Bewegung und f\u00fchrte begleitet von Fanfarengruppen und Trommlern entlang der Uferstra\u00dfe zur Wallfahrtskirche Maria Goretti. Auf dem Platz davor wurden die Zuschauer durch Feuerschlucker und Fahnenwerfer bestens unterhalten.<\/p>\n<p>Am Samstag nach dem 1. Mai findet jedes Jahr die feierliche Prozession statt. Nach der Hl. Messe formierte sich der Zug nach strengen Richtlinien. Angef\u00fchrt von den Honoratioren Nettunos und der Region Lazio sowie den Delegationen der Partnerst\u00e4dte folgte die Statue \u201eNostra Signora delle Grazie\u201c. Die Stadtkapelle Nettuno sorgte f\u00fcr den musikalischen Rahmen. Der Weg der Prozession war wie immer mit riesigen Lichterb\u00f6gen geschm\u00fcckt und f\u00fchrte von der Wallfahrtskirche zur Stadtkirche San Giovanni. Tausende von Menschen s\u00e4umten die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Am Sonntag wurde es wieder historisch: Nach dem Umzug in mittelalterlichen Gew\u00e4ndern fand sich ganz Nettuno am Strand ein und wartete auf die Anlandung der Madonna. Begleitet von B\u00f6llersch\u00fcssen und einem Feuerwerk, das nicht enden wollte, kamen endlich einige Schiffe um die Landzunge und brachten, getreu der \u00dcberlieferung, die Marienstatue nach Nettuno. Dort bezog sie wieder ihren Platz hoch \u00fcber den Altar der Kirche \u201eSantuario Maria Goretti\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erster B\u00fcrgermeister Hans-Peter Dangschat, Partnerschaftsreferentin Gerti Winkels und Stadtr\u00e4tin Helga Zembsch nahmen auf Einladung der au\u00dferordentlichen Kommission Nettunos an den Feierlichkeiten teil. Die Mutter Gottes wird in Italien ganz besonders verehrt, deshalb finden im Mai an vielen Orten Prozessionen statt. In Nettuno hat es damit eine besondere Bewandtnis. 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