{"id":23043,"date":"2023-10-26T12:20:40","date_gmt":"2023-10-26T10:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/?p=23043"},"modified":"2023-11-29T12:28:20","modified_gmt":"2023-11-29T11:28:20","slug":"50-jahre-staedtepartnerschaft-traunreut-nettuno","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/?p=23043","title":{"rendered":"50 Jahre St\u00e4dtepartnerschaft Traunreut \u2013 Nettuno"},"content":{"rendered":"<p><strong>Festlicher Abschluss des Jubil\u00e4umsjahres in Nettuno mit Traunreuter Delegation: <\/strong><strong>Am 06. Oktober 1973 unterzeichneten die damaligen B\u00fcrgermeister Franz Haberlander (Traunreut) und Antonio Simeoni (Nettuno) die Gr\u00fcndungsurkunde in Nettuno und be-siegelten damit eine St\u00e4dtefreundschaft, die bis heute anh\u00e4lt. Am 06. Oktober 2023 konnte das Versprechen von 1973 erneuert werden.<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Antonio Simeoni die anstrengende Reise nach Traunreut zum Jubil\u00e4umsfest nicht antreten konnte, lies er es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten in Nettuno teilzunehmen. In einer emotionalen Rede lies er seine Erinnerungen und Eindr\u00fccke Revue passieren und brachte seine Freude dar\u00fcber zum Ausdruck, dass die Partnerschaft, die er vor 50 Jahren gegr\u00fcndet hatte, heute noch besteht.<\/p>\n<p>Im Sitzungssaal der Stadt Nettuno fand die Zeremonie statt, musikalisch untermalt von der Band \u201eAngelo Castellani\u201c und dem \u201eCorale Citt\u00e1 di Nettuno\u201c, der gleichzeitig mit der Gr\u00fcndung der St\u00e4dtepartnerschaft eine Freundschaft mit regem Austausch mit dem S\u00e4n-gerchor Traunreut begann.<br \/>\nB\u00fcrgermeister Dangschat erinnerte in seinem Gru\u00dfwort an historische Momente der An-fangsjahre, an den Austausch der Jugend, an die selbstverst\u00e4ndliche Unterst\u00fctzung von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern nach einem Erdbeben, an die bayerische Woche in Nettuno, an Veranstaltungen, die wirtschaftlich, kulturell oder vom Tourismus gepr\u00e4gt waren. \u201eUnse-ren beiden St\u00e4dten war es von Anfang an wichtig, dass diese Partnerschaft durch die Menschen unserer Gesellschaft dauerhaft gestaltet wird. Wie eine zarte kleine Pflanze, die gehegt und gepflegt werden wollte, wuchs \u00fcber all die Jahre ein gro\u00dfer stattlicher Baum\u201c, so Dangschat. Ihm ist in erster Linie wichtig, \u201edie Bande unserer Freundschaft weiterhin zu vertiefen und zu st\u00e4rken\u201c.<\/p>\n<p>Beim 10-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um im Jahr 1983 wurde die Freundschaft in einer weiteren Urkunde besiegelt mit dem Text:<br \/>\n\u201eWir, die B\u00fcrgermeister und Stadtr\u00e4te von Traunreut und Nettuno, beschlie\u00dfen heute in der gemeinsamen Sitzung, die zwischen unseren Gemeinden bestehende Freundschaftsbande zu vertiefen und den Jugendaustausch besonders zu f\u00f6rdern. Wir \u00fcbernehmen auch im Namen unserer Bev\u00f6lkerung die Verpflichtung, der Einheit eines freien Europas zu dienen. Wir erkl\u00e4ren uns \u00fcberzeugt, dass wir jedes Mittel versuchen m\u00fcssen, um den Frieden zwischen den ver-schiedenen V\u00f6lkern zu verst\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Auch Dr. Antonio Repucci, amtierender Pr\u00e4fekt in Nettuno hob den hohen Stellenwert der St\u00e4dteverbindung Traunreut \u2013 Nettuno hervor. \u201e50 Jahre partnerschaftliche Aktivit\u00e4ten<br \/>\nim Europ\u00e4ischen Gedanken seien schon etwas ganz Besonderes und verdienen aller-h\u00f6chste Anerkennung, dieser Kontinuit\u00e4t zolle ich meinen Respekt\u201c sagte Dr. Repucci.<br \/>\nDie Stadt Nettuno hatte sich aber f\u00fcr ihre G\u00e4ste auch ein sehr interessantes Besichti-gungsprogramm einfallen lassen. Bekanntlich wurde Rom auf sieben H\u00fcgeln erbaut. Auf einem H\u00fcgel, dem Quirinal wurde im 16. Jahrhundert der ausgesprochen dominante Quirinals-Palast erbaut. Der ehemalige Sommersitz der P\u00e4pste war sp\u00e4ter bis 1946 Resi-denz der italienischen K\u00f6nige und ist heute Amtssitz des Staatspr\u00e4sidenten der Italieni-schen Republik. Au\u00dferdem tagen in den R\u00e4umen der Oberste Verteidigungsrat, der oberste Justizrat sowie verschiedene parlamentarische Gremien. Die Delegation konnte bei einem gef\u00fchrten Rundgang die pr\u00e4chtigen R\u00e4ume mit kostbaren Kunstsch\u00e4tzen be-staunen. Ein interessanter Aspekt war, dass in verschiedenen R\u00e4umen die jahrhunderte-alten Gem\u00e4lde, Wandteppiche und M\u00f6bel mit modernen Exponaten kombiniert worden waren, was man durchaus als gelungen bezeichnen konnte.<\/p>\n<p>Weiterer stand ein Besuch des Torre Astura, einer mittelalterliche Burg am Tyrrhenischen Meer auf dem Programm. In der Antike lag in der N\u00e4he die Siedlung Astura. Dokumenta-risch taucht Astura jedoch erst wieder 987 auf und wechselte seine Herren im Lauf der Jahrhunderte mehrmals. Im September 1268 versuchte der letzte Stauferk\u00f6nig Konradin nach der verlorenen Schlacht bei Tagliacozzo sich von Astura aus nach Pisa auszuschiffen. Er wurde jedoch von Giovanni Frangipane, eigentlich ein Lehensmann der Staufer, festge-setzt und an seinen Gegner Karl von Anjou ausgeliefert, der Konradin am 29. Oktober 1268 in Neapel k\u00f6pfen lie\u00df. Damit war die Herrschaft der Staufer in Italien beendet.2005 be-antragte die Provinzregierung von Rom die Aufnahme des Torre Astura in die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO<br \/>\nHeute liegt die Burg in einem Milit\u00e4rgebiet, wodurch der Zugang nicht m\u00f6glich ist. Aller-dings blieb durch diesen Umstand die K\u00fcste hier von Zersiedelung verschont. Dadurch entstand ein einzigartiges Naturparadies.<\/p>\n<p>Das 1.500 Hektar gro\u00dfe Areal um den Torre Astura steht unter milit\u00e4rischer Hoheit, dem Territorialen Technischen B\u00fcro f\u00fcr Landr\u00fcstung. Der Zweck dieser Institution ist es, Waf-fen, Fahrzeuge und Munition aller Arten und Kaliber zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu testen, um die Effizienz der vorhandenen Ausr\u00fcstung sowie die Fortschritte im Bereich des Schie\u00dfpulvers und die Verbesserungen in der Metallurgie, die von der Industrie in die Produktionspro-gramme des modernen Materials eingef\u00fchrt wurden, zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br \/>\nLediglich in den Sommermonaten ist an Wochenenden der Besuch des wundersch\u00f6nen Strandes f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein weiterer Ausflug galt dem malerischen Gebirgsdorf Sermoneta, einem schmucken \u00d6rt-chen mit einer imposanten Burg, die einst von den Familien der Caetano oder der Borgia bewohnt war.<br \/>\n(Text: Gerti Winkels)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Festlicher Abschluss des Jubil\u00e4umsjahres in Nettuno mit Traunreuter Delegation: Am 06. 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