{"id":22912,"date":"2023-10-12T11:40:38","date_gmt":"2023-10-12T09:40:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/?p=22912"},"modified":"2023-10-12T11:40:38","modified_gmt":"2023-10-12T09:40:38","slug":"leinoel-und-schweine-am-rande-der-metropole-warschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/?p=22912","title":{"rendered":"Lein\u00f6l und Schweine am Rande der Metropole Warschau"},"content":{"rendered":"<h4>Traunreuter Realsch\u00fcler reisen nach Polen<\/h4>\n<p><em><strong>Warschau \u2013 Historische Altstadt, moderne Skyline, gr\u00fcne Oase, kulturelle und kulinarische Vielfalt, Reiseziel der Erasmus+ Gruppe der Walter-Mohr-Realschule Traunreut. 8 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besuchten f\u00fcr f\u00fcnf Tage gemeinsam mit ihren beiden Lehrkr\u00e4ften, Veronika Hagenauer und Pedro May, Ihre Partnerschule LXIX\u00a0Liceum Og\u00f3lnokszta\u0142c\u0105c in der polnischen Hauptstadt. Bereits vor acht Jahren fand mit dieser Schule schon ein von der EU gef\u00f6rderter Sch\u00fcleraustausch statt. Da sich das europ\u00e4ische Projekt aktuell mit dem Thema \u201eNahrungsmittel\u201c besch\u00e4ftigt, standen insbesondere Besichtigungen von Lebensmittelbetrieben auf dem Programm.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Nachdem die deutsche Reisegruppe am Chopin-Flughafen ankam, wurden sie herzlich von den polnischen Austauschsch\u00fclern und betreuenden Lehrkr\u00e4ften empfangen. In den Wochen zuvor tauschten sich die Jugendlichen auf Englisch per WhatsApp aus, um sich vorab etwas kennen zu lernen. Umso gr\u00f6\u00dfer war nun die Freude, sich endlich \u201ein echt\u201c zu begegnen. F\u00fcr die Traunreuter Lehrer Veronika Hagenauer und Pedro May war das \u00dcberreichen von Geschenken an die Schulleitung mit typisch bayerischem Bezug ein besonders herzlicher Moment.<\/p>\n<p>Damit sich die deutschen G\u00e4ste einen \u00dcberblick von der Hauptstadt verschaffen k\u00f6nnen, fuhren die polnischen Sch\u00fcler_innen mit ihnen in das moderne Stadtzentrum, um den Kultur- und Wissenschaftspalast zu besichtigen. Dieser ist mit seinen 42 Stockwerken und einer H\u00f6he von 230 Metern das zweith\u00f6chste Geb\u00e4ude Polens und bot den Jugendlichen einen atemberaubenden Blick \u00fcber die Hauptstadt. Sichtlich beeindruck waren die deutschen G\u00e4ste von der modernen Skyline und der Gr\u00f6\u00dfe Warschaus: \u201eWow, die Stadt ist ja riesig! Bestimmt zehnmal so gro\u00df wie Traunreut!\u201c, staunte Sophie Weingardt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag f\u00fchrten die polnischen Sch\u00fcler ihre deutschen G\u00e4ste durch ihre Schule. Aufgrund der zahlreichen Sitzm\u00f6glichkeiten in den G\u00e4ngen f\u00fchlten sich die deutschen Jugendlichen sofort wohl. \u201eCool ist auch der Chill-Room mit den H\u00e4ngesesseln sowie das gut ausgestattete Gym!\u201c, sind sich Markus Lahr und Manuel Pfaller einig, sodass diese sogleich ausprobiert wurden. Da an der Schule auch Deutsch unterrichtet wird, nahmen die Sch\u00fcler der Walter-Mohr-Realschule an einer solchen Unterrichtsstunde teil. Gemeinsam tauschten sie sich auf Deutsch \u00fcber sich, ihre Hobbys sowie typische deutsche Speisen aus. Nachmittags wurde der Pr\u00e4sidentenpalast mit seinen repr\u00e4sentativen R\u00e4umlichkeiten besucht. Bei der englischsprachigen F\u00fchrung lernten die Sch\u00fcler Wissenswertes \u00fcber die Geschichte Polens, wie zum Beispiel die Ereignisse am Runden Tisch, an welchem im Juni 1989 die ersten demokratischen Wahlen im Ostblock stattfanden. Dieser steht auch heute noch immer in einem der R\u00e4ume und kann durch eine Glaswand besichtigt werden. Zudem erfuhren die Jugendlichen, dass in diesem Palast vor 205 Jahren der erst siebenj\u00e4hrige Fr\u00e9der\u00e9c Chopin sein erstes \u00f6ffentliches Konzert spielte. Im Anschluss schlenderte die deutsch-polnische Gruppe bei einer Stadtf\u00fchrung durch die wundersch\u00f6ne farbenfrohe, malerische Altstadt, die sich durch nostalgische Stra\u00dfenlaternen, gew\u00f6lbte Torb\u00f6gen, bunten H\u00e4userfassaden und gepflasterten Stra\u00dfen kennzeichnet. \u201eDiese wurde originalgetreu nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaut und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe\u201c, erkl\u00e4rte der Stadtf\u00fchrer den deutschen G\u00e4sten auf Englisch, \u201eDie Warschauer Altstadt ist die j\u00fcngste in Europa; doch man sieht es ihr nicht an.\u201c<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage stand ganz unter dem Zeichen des Projektthemas \u201eNahrungsmittelproduktion\u201c. So wurde ein Bauernhof besichtigt, auf dem 600 Schweine gehalten sowie Lein- und Raps\u00f6l hergestellt wird. Auf den eigenen 160 Hektar gro\u00dfen Ackern werden Futtermittel f\u00fcr die Tiere sowie Raps und Lein angebaut. Letzteres werden in den hofeigenen vier M\u00fchlen gepresst. Das \u00d6l wird schlie\u00dflich in Flaschen abgef\u00fcllt und an umliegende Gastronomien verkauft. Die \u201eAbfallprodukte\u201c, die gepressten Samen, werden getrocknet und aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe als Kraftfutter an Tiere verf\u00fcttert. Um die Lebensmittel mit allen Sinnen zu sp\u00fcren, durften die Sch\u00fcler im Anschluss an die Hofbesichtigung Brot in Lein- und Raps\u00f6l tunken und probieren. \u201eDas Raps\u00f6l schmeckt etwas herber als Lein\u00f6l\u201c, stellt Franziska Scheidhamer fest, \u201eAber es schmeckt sehr gut!\u201c<\/p>\n<p>Tags darauf nahmen die Gastsch\u00fcler am Englischunterricht ihrer Austauschsch\u00fcler teil. Anschlie\u00dfend wurde der Schokoladen-Hersteller E. Wedel besucht. Das Unternehmen wurde 1851 in Warschau von dem deutschen Einwanderer Karl Wedel gegr\u00fcndet. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einem der beliebtesten Schokoladenhersteller Polens, da der Name Wedel f\u00fcr hohe Qualit\u00e4t steht. Anhand einer Pr\u00e4sentation erfuhren die Sch\u00fcler_innen, wie Schokolade hergestellt wird. Im Anschluss genossen sie eine Tasse hei\u00dfe Schokolade und verzierten ein Schokoladent\u00f6rtchen. Dies war ein kr\u00f6nender und Abschluss der Erasmus+ Reise nach Warschau. Schlie\u00dflich mussten sich am Freitag alle von den neu gewonnen Freunden verabschieden. Dies fiel allen sichtlich schwer, da sie im fremden Nachbarland gro\u00dfe Gastfreundschaft erlebten und sich sehr wohl in den Gastfamilien f\u00fchlten. Die Trennung ist aber nicht von langer Dauer, denn im April 2024 ist der Gegenbesuch geplant. Dann werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Realschule Traunreut den G\u00e4sten stolz ihre bayerische Heimat zeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-22915\" src=\"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-300x63.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"63\" srcset=\"https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-300x63.jpg 300w, https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-2000x420.jpg 2000w, https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-768x161.jpg 768w, https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-1536x322.jpg 1536w, https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-2048x430.jpg 2048w, https:\/\/www.traunreuter-stadtblatt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/EU-Logo-kofinanziert-horizontal-1080x227.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traunreuter Realsch\u00fcler reisen nach Polen Warschau \u2013 Historische Altstadt, moderne Skyline, gr\u00fcne Oase, kulturelle und kulinarische Vielfalt, Reiseziel der Erasmus+ Gruppe der Walter-Mohr-Realschule Traunreut. 8 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besuchten f\u00fcr f\u00fcnf Tage gemeinsam mit ihren beiden Lehrkr\u00e4ften, Veronika Hagenauer und Pedro May, Ihre Partnerschule LXIX\u00a0Liceum Og\u00f3lnokszta\u0142c\u0105c in der polnischen Hauptstadt. 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