Feierliche Eichenpflanzung zu Ehren von Joseph Beuys in Sankt Georgen an der Sonnenschule – Eichenpflanzungen als Traunreuter Leuchtturmprojekt bayernweit bedeutend

 

1982 entwickelte der weltbekannte deutsche Künstler Joseph Beuys die Aktion „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ für die Kunstausstellung documenta in Kassel. Damals wurden 7000 Bäume zusammen mit jeweils einer begleitenden Basaltstele gepflanzt. Joseph Beuys erweiterte damit das Kunstverständnis in das Soziale, Ökologische und Politische.

 

Das Projekt wurde weltweit aufgegriffen und ist mittlerweile auch untrennbar mit der Stadt Traunreut verbunden. Dank des Engagements der Stiftung DASMAXIMUM, die 2015 die Aktion „Eichenpflanzungen zu Ehren von Joseph Beuys“ ins Leben rief, sind im Traunreuter Stadtgebiet zahlreiche Baumpflanzungen mit Basaltstele realisiert worden, die an den Künstler und sein positives und sinnstiftendes Wirken für Gesellschaft und Natur erinnern. Weitere Pflanzungen, auch in den Nachbarlandkreisen, sind bereits erfolgt oder in Planung. Nun darf sich auch Sankt Georgen über eine neue „Eichenpflanzung zu Ehren von Joseph Beuys“ freuen.

 

Mit dem Standort an der Sonnenschule wurde einem lang gehegten Wunsch von Schulleiter Arno Rausch nachgekommen. Initiiert wurde die Aktion von der Ortsgruppe Traunreut des Bund Naturschutz e.V. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat betonte, dass der Standort Schule optimal sei, denn durch das gemeinsame Pflanzen werden Vergangenheit und Zukunft zusammengebracht und unsere gemeinsame Verantwortung für die zukünftigen Generationen deutlich gemacht. Der Faktor Zeit sei zudem ein durchgängiges Thema im Schaffen von Joseph Beuys.

 

„Das gemeinsame Pflanzen fördert die Vernetzung von Institutionen und unterschiedlichen Pflanzpartnern und unterstreicht die Bedeutung des gemeinschaftlichen Handelns zum Wohle der Gemeinschaft. Die „Eichenpflanzungen zu Ehren von Joseph Beuys“ sind eine große Bereicherung für das Stadtbild.“ betonte Dangschat. Des Weiteren sieht der Erste Bürgermeister in dem Eichenprojekt eine „große Leuchtturmfunktion“, denn bayernweite Eichenpflanzungen würden mittlerweile alle mit dem Namen Traunreut assoziiert.

 

Dr. Peter Lämmerhirdt, Vorstand der Stiftung DASMAXIMUM, dritter Vorsitzender des Freundes- und Förderkreis DASMAXIMUM e.V. und langjähriger Wegbegleiter der Eichenaktionen, griff anschließend das Motto „Stadtverwaldung“ statt Stadtverwaltung“ von Joseph Beuys auf und mahnte man solle „nie nachlassen mit den Pflanzungen und nie nachlassen mit dem Bemühen um den Erhalt unserer Erde“.

 

Simon Bauer, der Vorsitzende der Ortsgruppe Traunreut, betonte die Bedeutung von Bäumen für den Klimaschutz, was durch Stadtgärtnermeister Robert Kratzer bekräftigt wurde. Kratzer erläuterte weiter die Besonderheit der erstmalig gesetzten Zerreiche, einer Baumart, die mit großen Trockenperioden gut zurechtkomme. Aufgrund des Klimawandels, der sich durch immer weniger Regenfälle auch bei uns bemerkbar mache, sei die Entscheidung für diese robuste Eichensorte gefallen.

 

 

Die Basaltstelen der Traunreuter Eichenpflanzungen wurden von Heiner Friedrich, dem Gründer des Museums DASMAXIMUM, gestiftet. Bereits dem Kasseler Eichenprojekt hatte Friedrich mittels der Finanzierung der dazugehörigen 7000 Basaltstelen durch seine Dia Art Foundation zur Realisierung verholfen. Eine Besonderheit bei der Pflanzung in Sankt Georgen war, dass auch der Baum gestiftet worden ist. Die Ortsgruppe Traunreut vom Bund Naturschutz in Bayern e.V. übernahm die Baumpatenschaft.

 

Untermalt von Klängen einer Jung-Bläsergruppe der Musikschule fand die Zeremonie mit dem Setzen der Eiche durch den Bauhof Traunreut und dem traditionellen symbolischen Zuschaufeln der Pflanzgrube und Angießen des frisch eingesetzten Baumes durch die geladenen Gäste, darunter auch zahlreiche Stadträte, statt. Abschließend nahm Simon Bauer die Pflanzurkunde von Bürgermeister Dangschat und Dr. Lämmerhirdt entgegen.

 

Bild: (v.links): Robert Kratzer, Stadtgärtnermeister; Matthias Bauregger, Stadtrat; Sarah Wirth, Leitung Allg. Verwaltung, Stadt Traunreut; Thomas Gätzschmann, Stadtbaumeister; Helmut Schlick, Gründungsvorsitzender BN-Ortsguppe Traunreut; Kerstin Gschwendtner, 2. Vorsitzende BN-Ortsgruppe Traunreut; Simon Bauer, Stadtrat u. Vorsitzender BN-Ortsgruppe Traunreut; Hans-Peter Dangschat, Erster Bürgermeister Stadt Traunreut; Dr. Peter Lämmerhirdt, Vorstand Stiftung DASMAXIMUM; Karl Fischer, 2. Vorsitzender BN-Kreisgruppe Traunstein; Alexander Gruber, Stadtrat