Du möchtest gerne eine Ausbildung machen und bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz? Wir haben ein paar Tipps für dich zusammengestellt, damit du gute Chancen auf deine Lehrstelle hast!

►Wo finde ich Ausbildungsplätze?
Informiere dich in unserer Region: Wir leben in einer wirtschaftlich starken Region. Viele Betriebe in Traunreut und der nahen Region bilden in verschiedensten Berufen aus und bieten Lehrlingen beste Bedingungen. Die Berufsschulen sind in Traunstein und damit auch leicht mit Bus oder Bahn zu erreichen. Wenn du eine Firma schon kennst, dann such ihre Internetseite auf. Oft findest du hier das Angebot an Ausbildungsberufen.

Du kannst natürlich auch direkt im Internet suchen. Es gibt viele Online-Datenbanken, in denen du von zuhause aus stöbern kannst. Hier kannst du deine Suche nach verschiedenen Kriterien einschränken: Gib zum Beispiel den Ort plus Umkreis an, in dem du deine Ausbildung machen willst. Außerdem kannst du nach Art der Ausbildung suchen und auswählen, welchen Schulabschluss du besitzt. Sinnvoll ist es auch, nach dem Datum des Ausbildungsstarts filtern zu können. So erhältst du nur die Ergebnisse, die dich wirklich interessieren.

Die Datenbanken mit Ausbildungsstellen werden von vielen anderen Interessierten genutzt werden, daher ist vor allem bei sehr beliebten Ausbildungsberufen wie Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer, Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann, Kfz-Mechatroniker und Medizinischer Fachangestellter die Bewerberzahl und damit die Konkurrenz groß.
Viele Beratungen finden im Moment online statt. Informiere dich dazu auf den Internetseiten der örtlichen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern.

►Was bietet der Campus Chiemgau
Am Campus Chiemgau schließen sich mit der Technischen Hochschule Rosenheim, der Wirtschaftsförderung und der IHK Akademie Traunstein drei Experten im Bereich Bildung und Weiterbildung zusammen, um die berufliche Aus- und Weiterbildung in der Region zu stärken und sie um aktuelle Themen wie Digitalisierung, Agilität und Innovation zu erweitern.

►Muss ich Bewerbungsfristen beachten?
Die Bewerbungsfristen sind ganz unterschiedlich. Sehr früh startet die Bewerbungsphase zum Beispiel im Öffentlichen Dienst, bei Banken und Versicherungen sowie in sehr großen Unternehmen. Je nach Unternehmen laufen die Bewerbungsphasen von Februar bis November des Jahres. Das bedeutet, dass du dich jetzt für den Start im kommenden Jahr bewerben kannst.
Möchtest du es ganz genau wissen, gehe auf die Internetseiten des jeweiligen Ausbildungsbetriebs. Hier erfährst du, welche Fristen es gibt und welche Abläufe der Bewerbungsprozess beinhaltet. Für die Bewerbung um einen der Ausbildungsplätze in den kleineren Unternehmen bleibt dir meistens bis April desselben Jahres Zeit.

Auch bei schulischen Ausbildungen können die Bewerbungsfristen sehr voneinander abweichen. Grundsätzlich gilt: Informiere dich mindestens ein Jahr vorher, wann genau du deine Bewerbungsunterlagen einreichen musst. In der Regel hast du bis spätestens zum 15. Februar desselben Jahres Zeit für deine Anmeldung. Wer sich erst nach seinem Schulabschluss mit möglichen Ausbildungen beschäftigt, hat für den Ausbildungsstart im gleichen Jahr seine Chance verpasst.

►Soll ich mich lieber online oder schriftlich bewerben?
Große Unternehmen bevorzugen E-Mail Bewerbungen oder Bewerbungen über ein Online-Formular. Kleine und mittelständische Unternehmen und der öffentliche Dienst bevorzugen dagegen tendenziell die schriftliche Bewerbung mit einer Mappe.

ONLINEBEWERBUNG – DAS MUSST DU BEACHTEN

TIPP 1 Die E-Mail-Bewerbung gleich an mehrere Unternehmen versenden? Das klingt zwar praktisch, macht aber bei Personalern keinen guten Eindruck und verkürzt die Jobsuche auf lange Sicht nicht, denn diese erhalten tagtäglich viele Bewerbungen und erkennen sofort, wer einfach nur eine Sammelbewerbung absendet.

TIPP 2 Vor dem Absenden deiner Online-Bewerbung solltest du unbedingt den richtigen Ansprechpartner ausfindig machen und die Bewerbung gezielt an diesen richten.

TIPP 3 Im Internet wird man meist geduzt und die formellen Regeln in Sozialen Netzwerken sind ebenfalls eher locker. Bei der Online-Bewerbung ist allerdings Seriosität gefragt. Post von Haseputz3@gmx.de? Eine Bewerbung mit einer solchen E-Mail Adresse hinterlässt keinen guten Eindruck und enthält keinerlei Informationen über den Absender. Verwende immer einen seriösen Absender und hinterlasse so einen guten ersten Eindruck. Erstelle wenn nötig eine neue E-Mail Adresse in der Form vorname.nachname@anbieter.de.

TIPP 4 Beziehe dich in der Betreffzeile der E-Mail eindeutig auf die Stellenanzeige, auf die du dich bewerben möchtest. So werden deine Bewerbungsunterlagen viel schneller zugeordnet. In den Betreff musst du unbedingt das Wort ›Bewerbung‹ und die konkrete Bezeichnung der ausgeschriebenen Stelle schreiben.

TIPP 5 Die Bewerbungsunterlagen für eine Online-Bewerbung per Mail sind im Prinzip dieselben wie für eine klassische Bewerbungsmappe: Anschreiben oder Motivationsschreiben, Lebenslauf mit Bewerbungsbild, Zeugnisse. Die Dokumente sollten in einem PDF Dokument sortiert zusammengefasst werden. Hierfür empfiehlt es sich, Lebenslauf, Anschreiben und Anhänge mit einem entsprechenden PDF-Editor zu einer einzelnen Datei zusammenzufügen. Dazu gibt es eine Menge kostenloser Tools im Internet.
Wichtig ist außerdem die Benennung des Dokuments. Ein Dokument mit dem Namen „doc-01“ kann vom Personaler nicht zugeordnet werden – anders ein Dokument mit dem Namen „Bewerbung Max Mustermann“ und dem E-Mail Betreff „Bewerbung als [Beruf]“. Ein virtuelles Deckblatt samt Bewerbungsfoto kann deine Bewerbung von anderen abheben. Es ist wichtig, dass du dieses in einer guten Auflösung in das Deckblatt oder den Lebenslauf einbindest.

TIPP 6 Auf keinen Fall solltest du den Fehler machen, dein Anschreiben in den Text der E-Mail direkt zu kopieren.

TIPP 7 Zu beachten ist ebenfalls, dass die Dateigröße max. 5 MB betragen sollte. Ist die Datei zu groß, kann deine Bewerbung eventuell nicht abgesendet werden oder sie sprengt das Postfach des Empfängers und geht somit unterwegs verloren.

TIPP 8 Bevor du dich für einen Ausbildungsplatz bewirbst, solltest du deine Social-Media-Profile unter die Lupe nehmen. Du solltest dir vor dem Anlegen eines Profils in einem sozialen Netzwerk darüber bewusst werden, dass potenziell jeder allgemein zugängliche Daten einsehen und daraus Rückschlüsse ziehen kann. Um sicher zu gehen, sollte man zu persönliche Bilder nur einer kleinen Gruppe zugänglich machen oder das Profil nicht öffentlich stellen.

►Mit Plan B bist du auf der sicheren Seite!
Mach dir einen Plan B, daher suche dir weitere Berufe, die dich interessieren würden. Solltest du keine passende Ausbildungsstelle gefunden haben oder dir wurde abgesagt, gibt nicht auf! Die Wartezeit kannst du bis zum nächsten Jahr zum Beispiel mit einem Freiwilligendienst überbrücken. Wenn du keine Zeit bis zum nächsten Ausbildungsstart überbrücken möchtest, solltest du dich nach anderen Ausbildungsberufen umschauen, die auch deinen Interessen entsprechen würden.

 

► WO FINDE ICH EINEN AUSBILDUNGSPLATZ? ◄

In Zeiten der Pandemie ist es bedeutend schwieriger, einen Ausbildungsplatz zu finden. Viele Firmen und Kleinunternehmen sind geschlossen, viele Praktika somit nicht möglich. Wie kann ich mich orientieren, wo finde ich einen Ausbildungsplatz? Das sind genau die Probleme, mit denen sich besonders Schüler/innen mit Lernschwierigkeiten auseinandersetzen müssen. Viele Eltern fragen sich, wie geht es weiter mit der Ausbildung unserer Kinder?

Wer sich nicht sicher in seiner Entscheidung ist, kann Schnuppertage oder ein Praktikum unkompliziert vereinbaren.          

Anfragen unter 08669 853-4091 oder ausbildung@jugendsiedlung.de

Zumindest für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschul-P-Klassen und der Förderzentren kann die Jugendsiedlung gGmbH in Traunreut eine Lösung anbieten. In zwölf Betrieben werden über 20 Berufsausbildungen angeboten. Und das Beste, auch für den Ausbildungsstart im September 2021 sind noch in fast allen Berufen Ausbildungsstellen zu haben. Egal ob eine Ausbildungsstelle als Maler, Schreiner, KfZ-Mechatroniker, Recycling, Koch, Zierpflanzengärtner, Garten- und Landschaftsbauer, Verkäufer im Einzelhandel, Lagerist, Metaller, Hauswirtschafter oder Friseur, es lohnt sich nachzufragen. Nur schnell sollte man sein. Seit 1950 bildet die Jugendsiedlung gGmbH i.d.R. in einer 3-jährigen Lehrzeit junge Menschen zu Fachkräften aus. Eine praxisorientierte, duale Ausbildung, die förderbedürftigen Jugendlichen vorbehalten bleibt. Mit der bestandenen Abschlussprüfung haben die Jugendlichen beste Chancen, von einem Betrieb auf dem „freien Markt“ übernommen zu werden. Auch hier unterstützt die Jugendsiedlung mit guten Kontakten.
Die Ausbilder/innen verfügen über besonderes pädagogisches Geschick und Geduld, sodass i.d.R. alle Azubis auch die Ausbildung erfolgreich abschließen. Es wird großer Wert auf die qualifizierte Ausbildung gelegt, die die gleiche Wertigkeit hat wie die Ausbildung in der freien Wirtschaft. Aber es geht um die Jugendlichen und ihre Zukunft. Die Produktivität der Betriebe steht eben nicht an erster Stelle, sondern die Vielfalt, die die verschiedenen Bereiche eines Berufes bietet.