Stand 21.01.2021

Was ist mit Überbrückungshilfe III für Selbstständige gemeint?

Wer? Unternehmen und Soloselbstständige, die wegen der Corona-Krise geschlossen sind und/oder starke Umsatzrückgänge in 2020/ 2021 verzeichnen. Veranstaltungs- und Kulturbranche kann für 2020 Ausfallkosten geltend machen.
 
Wieviel? Je nach Umsatzrückgang und Betroffenheit wird ein Anteil der fixen Kosten pro Monat erstattet. Zur Überbrückungshilfe III gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige“.
 
Wann? Es werden Abschlagszahlungen möglich gemacht. Erste reguläre Auszahlungen werden durch die Länder im ersten Quartal 2021 erfolgen.
 
 

Kostenlose Sprechtage für Existenzgründer und Unternehmer

Die Wirtschaftsförderungs GmbH des Landkreises Traunstein bietet im Jahr 2021 in Kooperation mit den Aktivsenioren Bayern e. V. wieder kostenlose Sprechtage (Einzelgespräche) für Existenzgründerinnen und Existenzgründer, Unternehmerinnen und Unternehmer an.
Solange die Corona-Beschränkungen gelten, werden die Beratungen online durchgeführt.
Ansonsten finden die Beratungstage der Aktivsenioren Bayern e. V. in den Räumen der Wirtschaftsförderungs GmbH am Stadtplatz 32, 83278 Traunstein statt.
Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter: Tel.: 0861 587100, E-Mail: wifoe@traunstein.bayern
Termine Aktivsenioren 2021, donnerstags
21.01.2021, 18.02.2021, 18.03.2021, 15.04.2021
20.05.2021, 17.06.2021, 15.07.2021, 16.09.2021
14.10.2021, 18.11.2021, 16.12.2021

 

 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe November 2020

Antragsberechtigt:

Antragsberechtigt sind laut Finanz- und Wirtschaftsministerium direkt von temporären Schließungen betroffene kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen. Voraussetzung ist, dass sie auf der Grundlage der Beschlüsse von Bund und Ländern vom 28. Oktober den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen. Unterstützung bekommen auch indirekt betroffene Firmen – etwa Lieferanten für die Gastronomie. Grundsätzlich stehen die Hilfen allen Unternehmen offen – sie müssen aber »nachweislich und regelmäßig« 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen.

 

Höhe der Förderung:

Mit der Wirtschaftshilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von bis zu 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.

Soloselbstständige können als Vergleich auch den durchschnittlichen Umsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Eine Sonderregel gilt für junge Firmen, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben. Sie können als Vergleich auch den Oktober 2020 oder einen Durchschnittsumsatz seit der Gründung heranziehen.

 

Anrechnungen:

Andere staatliche Leistungen, die Firmen im November bekommen, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie die bereits seit langem laufenden Überbrückungshilfen oder Kurzarbeitergeld.

Eine Sonderregel gilt auch dann, wenn Betriebe nicht ganz schließen müssen. Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Damit soll verhindert werden, dass Betriebe ein Plusgeschäft machen.

Für Restaurants gilt: Die Erstattung ist auf Umsätze mit vollem Mehrwertsteuersatz begrenzt. Das bedeutet: Verkaufte Speisen im Außer-Haus-Geschäft werden aus der Gesamtrechnung herausgenommen.

 

Antragstellung:

Die Antragstellung ist möglich. Wie bei den Überbrückungshilfen müssen die Anträge von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden. Die Auszahlung selbst erfolgt durch die Länder. Eine Ausnahme gibt es für Soloselbstständige, die nicht mehr als 5000 Euro Förderung beantragen. Sie sollen die Anträge direkt stellen können.

 

Informationen zur Wirtschaftshilfe finden Sie zudem auf der Seite der IHK: https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Recht-und-Steuern/Arbeitsrecht/Bestehende-Arbeitsverh%C3%A4ltnisse-K%C3%BCndigung-und-Sozialversicherung/Corona-Virus-Dienstreisen-Arbeitsausfall-Arbeitsschutz/corona-finanzen/#st_text_picture_12

Zu Fragen und Antworten siehe auch: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne per Mail wifoe@traunstein.bayern oder telefonisch unter der 0861 58-7100 zur Verfügung.

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Überbrückungshilfe III

 

Außerdem will der Bund die bestehenden Hilfsmaßnahmen für Unternehmen mit einer sog. „Überbrückungshilfe III“ für den Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern. Dies betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbstständigen.

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Überbrückungshilfe II

Als sogenannte „Überbrückungshilfe II“ wird kleinen und mittleren Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar coronabedingt erhebliche Umsatzausfälle erleiden, unter genau definierten Voraussetzungen für die Monate September bis Dezember 2020 eine Unterstützung in Form von Zuschüssen zu den Fixkosten gewährt. Es handelt sich um ein neues Verfahren, für das ein neuer Förderantrag gestellt werden muss. Die Zugangsbedingungen werden abgesenkt und die Förderung ausgeweitet.

Gegenüber der Überbrückungshilfe I gibt es folgende wesentlichen Änderungen:

  • Flexibilisierung der Zugangsvoraussetzungen: Umsatzeinbruch von mindestens 50% in zwei aufeinanderfolgenden Monaten im Zeitraum von April bis August 2020 gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten oder Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
  • ersatzlose Streichung der Höchstbeträge
  • Erhöhung der Fördersätze für die monatliche Fixkostenerstattung
  • Erhöhung der Personalkostenpauschale
  • bei der Schlussabrechnung sind nun weitere Erstattungen ebenso wie Rückzahlungen möglich.

Förderfähige Fixkosten sind unter anderem Mieten und Pachten, Raumkosten, weitere Mietkosten, Finanzierungskosten, Versicherungen, Grundsteuern, weitere feste Ausgaben und Kosten für Auszubildende.

 

Von diesen Fixkosten werden erstattet:

Umsatzrückgang
(im Fördermonat gegenüber Vorjahresmonat)
Erstattung als Überbrückungshilfe
zwischen 30 % und unter 50 % (bisher mindestens 40 %) 40 % der förderfähigen Fixkosten
zwischen 50 % und 70 % 60 % der förderfähigen Fixkosten (bisher 50 %)
mehr als 70 % 90 % der förderfähigen Fixkosten (bisher 80 %)

 

Das neue Förderprogramm wird ebenfalls in einem vollständig digitalisierten Verfahren beantragt und bearbeitet. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen wiederum über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.

Sowohl die Prüfung der Fördervoraussetzungen als auch die Ermittlung der förderfähigen Fixkosten erfordert eine eingehende Prüfung und Analyse der laufenden Buchführung. Diese Prüfung ist leider nicht elektronisch automatisiert möglich und mit einem großen Zeitaufwand verbunden.

Die Antragsstellung ist erst seit kurzem möglich. Anträge sind bis spätestens 31.12.2020 zu stellen.

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KfW-Schnellkredit bis zu 300.000 EUR

 

Zusätzlich soll der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und Soloselbständige geöffnet und angepasst werden. Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Schnellkredite mit einer Höhe von bis zu 300.000 EUR beantragen, abhängig vom im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei. Vor allzu großer Euphorie möchten wir aber warnen. Zum einen hilft eine Kreditaufnahme nur temporär, da sie später zurückgezahlt werden muss. Und zum anderen war es in der Vergangenheit so, dass zwar eine Haftungsfreistellung gewährt wurde, in der Praxis im Gegenzug aber sehr strenge Voraussetzungen zu erfüllen waren.

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Ergänzende Förderinstrumente des Freistaat Bayern:

Finanzielle Unterstützungsangebote der LfA und KfW, Bürgschaftsprogramme

 

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprodukte der LfA Förderbank Bayern, die Darlehensprodukte der KfW sowie verschiedene Bürgschaftsprogramme zur Verfügung. Der Freistaat Bayern stellt mit einer Erhöhung der Rückbürgschaften sicher, dass die LfA Förderbank Bayern zusätzliche Risiken übernehmen kann.

Finanzierungsvoraussetzung: Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell.

Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote der LfA Förderbank Bayern, der KfW sowie der Bürgschaftsbank Bayern GmbH (BBB) ist grundsätzlich Ihre Hausbank.

Fragen zu den Darlehensprogrammen der LfA beantworten Mitarbeiter der Task Force der LfA Förderbank Bayern unter der Telefonnummer 089 2124-1000. Alle wichtigen Informationen finden Sie unter https://lfa.de/website/de/index.php?f=www.lfa.de

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Corona-Hilfen für Kunst- und Kulturschaffende

 

Solo-Selbständigen-Programm für Künstlerinnen und Künstler zum Ersatz des Unternehmerlohns
Der Freistaat wird Soloselbstständige im Kunst- und Kulturbereich bis Ende des Jahres mit einem neuen Programm unterstützen – schon im Vorgriff auf einen in der Diskussion stehenden Ersatz des sogenannten Unternehmerlohns bei der neuen Überbrückungshilfe des Bundes. Die Empfänger erhalten für den Zeitraum ab Oktober 2020 eine Finanzhilfe als Ersatz des entfallenden Unternehmerlohns von bis zu 1.180 Euro monatlich, die mit der derzeitigen, bis Ende des Jahres laufenden Überbrückungshilfe des Bundes kumulierbar ist. Das Solo-Selbständigen-Programm umfasst ein Gesamtvolumen von 37,5 Mio. Euro für das Jahr 2020. 

Einführung eines Stipendienprogramms zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern beim Einstieg in die professionelle Laufbahn
Für Künstlerinnen und Künstler in der Anfangsphase ihrer professionellen Laufbahn bietet die Staatsregierung ab dem 1. Januar 2021 5.000 Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro an. Das Stipendienprogramm, das in Abstimmung mit der freien Szene und den Verbänden konkretisiert wird, ist mit anderen Hilfsprogrammen kumulierbar und umfasst ein Gesamtvolumen von 25 Mio. Euro.

Erweiterung des Spielstättenprogramms auf dezentrale Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte und Verlängerung des Programms
Das Spielstättenprogramm wird bis vorerst 30. Juni 2021 verlängert und dahingehend erweitert, dass auch Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte in den Kreis der Antragsberechtigten aufgenommen werden. In die Verlängerung und Erweiterung des Spielstättenprogramms investiert der Freistaat zusätzlich 15 Mio. Euro.

Verlängerung des Hilfsprogramms für die Laienmusik
Das Hilfsprogramm für die Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert.

Informationen:  https://www.stmwk.bayern.de/allgemein/meldung/6486/corona-hilfen-fuer-kunst-und-kulturschaffende.html

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

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Webinare für Unternehmen

Social Media, Online-Shops und Marktplätze haben vielen Einzelhändlern in der ersten Phase der Corona-Pandemie dabei geholfen, ihr Geschäft am Leben zu halten. Auch in der aktuellen Phase setzen wir, ibi research und cima.digital, unsere Webinarreihe zu verschiedenen Digialisierungsthemen fort, um den bayerischen Einzelhandel weiter zu unterstützen.
Alle aktuellen Webinare finden Sie hier: https://soforthilfe-handel.bayern/webinare
 
• 05.11.2020, 11:00 Uhr: Wie funktioniert erfolgreicher Verkauf auf dem Marktplatz Amazon?
• 06.11.2020, 11:00 Uhr: Amazon-Sprechstunde: Alles fragen rund um den Einstieg bei Amazon
• 09.11.2020, 11:00 Uhr: Google My Business – Schritt für Schritt zur digitalen Sichtbarkeit
• 12.11.2020, 11:00 Uhr: Reporting & Monitoring – Zahlen digitaler Initiativen lesen, interpretieren und aufbereiten
• 17.11.2020, 18:30 Uhr: Instagram Basics Webinar „Grundlagen von A bis Z“
• 19.11.2020, 10:00 Uhr: Was tun ohne Weihnachtsmarkt? – Wege der Kundenbindung und Frequenzsteigerung im Weihnachtsgeschäft
• 19.11.2020, 18:30 Uhr: Instagram Webinar „Wachsen auf Instagram“
• 23.11.2020, 15:00 Uhr: ERFA-Runde Digitale Einkaufsstadt
• 25.11.2020, 11:00 Uhr: E-Commerce im Mittelstand – Erfolgsfaktoren digitaler Champions
• 25.11.2020, 14:00 Uhr: Jahresveranstaltung „Bayern hilft seinen Händlern“