Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sich kürzlich einige Vertreter aus den Führungsriegen der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerk Traunreuts.

Organisiert wurde das Treffen durch den stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Konrad Unterstein und dem Zugführer des THW Markus Coroniti.

Bisher trafen beide Organisationen neben wenigen Großübungen nur in Ernstfällen aufeinander, die den Grad einer Katastrophe erreicht hatten, wie zum Beispiel Hochwasserlagen. Die neue Alarmierungsbekanntmachung in Bayern sieht jetzt allerdings vor, schon früher einen Fachberater des THW zu verständigen um die Freiwilligen Feuerwehren zur Bewältigung bei Akutlagen zu unterstützen. Das bedeutet für den Einsatzalltag, dass die Freiwilligen Feuerwehren schon wesentlich eher die Möglichkeit haben auf das THW zurückzugreifen. Dass das hervorragend in Traunreut funktioniert, haben die Einsatzkräfte beider Hilfsorganisationen bereits im vergangenen Jahr bei einem Gebäudebrand in der Bodelschwinghstraße unter Beweis gestellt. Hier halfen die THW-Helfer der Feuerwehr mit ihrer Spezialausrüstung um den Einsatz schnellstmöglich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

„Obwohl die Strukturen beider Blaulichtorganisationen sehr ähnlich sind, unterscheiden wir uns mehr als nur bei der Fahrzeugfarbe“, so Konrad Unterstein. „Da geht es bei den Funkrufnamen schon los“ ergänzte ihn Markus Coroniti.

Da man im Ernstfall nichts dem Zufall überlassen und bestmöglich gerüstet sein möchte, beschloss man nun einen regelmäßigen Austausch um sich gegenseitig besser kennenzulernen. Die großangelegten Einsatzübungen sollen selbstverständlich beibehalten werden. In einem Punkt waren sich alle Beteiligten, sowohl vom Technischen Hilfswerk als auch der Freiwilligen Feuerwehr einig: obwohl man mit den Erwartungen in das Gespräch gegangen ist den jeweils anderen zu kennen, konnte man trotzdem viel erfahren und wertvolle Informationen mitnehmen.

Text/Foto: Konrad Unterstein