Dem 860-jährigen Bestehen der Stadt Bad Reichenhall und ihrer 4000 Jahre alten Salzgeschichte widmet die vhs Traunreut ihre Sonderreihe „4000 Jahre Salzgeschichte“. Auf dem Programm stehen Führungen durch die Alte Saline und die Stadt Bad Reichenhall, ein Streifzug durch 400 Jahre Holzgeschichte in Kooperation mit dem Holzknechtmuseum in Ruhpolding, eine Salinenwegführung durch Traunstein samt eigenem Termin für die Salinenkirche und schließlich ein Rundgang durch Wasserburg.

Der Besuch in Bad Reichenhall ist für Mittwoch, 22. Mai, von 16 bis 18 Uhr terminiert. Die Alte Saline der Stadt zeugt von der 4000 Jahre alten Salzgeschichte und repräsentiert wie kein anderes Wahrzeichen die Historie und das Prestige von Bad Reichenhall. Die Besucher erleben die faszinierende Welt von Fortschritt und Technik an einem der bedeutendsten Industriedenkmäler Bayerns. An die Führung durch die Alte Saline schließt sich ein Besichtigungs-Programm an folgenden Stationen an: am Beamtenstock, der nach 1840 Sitz der Salinenverwaltung war, am Rathausplatz und dem Alten Rathaus, am  Brothaus, an der 1159 erbauten St. Ägidi-Kirche, am Salzmaierhaus,  am Kurgarten und am 160 Meter langen und 13 Meter hohen Gradierhaus, das heute als Freiluft-Inhalatorium dient.

Ein zweiter Programmpunkt der vhs-Sonderreihe ist am Samstag, 18. Mai, ab 14 Uhr ein Streifzug durch 400 Jahre Holzgeschichte von der Holzernte bis zur Holzbringung – in Kooperation mit dem Holzknechtmuseum Ruhpolding und dem Holzknechtverein Ruhpolding. Treffpunkt ist am Holzknechtmuseum.

„Auf die Spuren des ,weißen Goldes’ durch Traunstein“ begeben sich Interessenten an zwei Terminen: am Freitag, 24. Mai, und am Freitag, 28. Juni,  jeweils von 15 bis 18 Uhr. Stadtführer Sepp Knott informiert über die einstige Bedeutung des Salzhandels für Traunstein. Stationen der Salinenwegführung sind unter anderem das Heimathaus mit dem historischen Stadtrelief, der Lindlbrunnen, der Maxplatz mit dem Rupertusbrunnen, die Salinenkapelle, der Rupertistadl und die Nepomukkapelle. Im Anschluss an die Salinenwegführung gibt es ein besonderes Abendessen: Im Wirtshaus „Zum Aubräu“ wird der Traunsteiner Salzkrustenbraten mit Knödel und Speck-Krautsalat angeboten – garniert mit Geschichten aus dem Leben der Salinenarbeiter, die damals dort nach getaner Arbeit einkehrten.

Ein eigener Termin am Freitag, 5. Juli, um 14 Uhr ist der Salinenkirche gewidmet, einer der kunsthistorisch bemerkenswertesten Kirchen im Chiemgau. Bei der Besichtigung und dem anschließenden Rundgang durch das ehemalige Salinengelände können die Teilnehmer, inspiriert durch die Ausführungen der Kunsthistorikerin Hedwig Amann, den glanzvollen Zeiten der Hofmark Au nachspüren.

Und schließlich steht mit Wasserburg eine weitere geschichtsträchtige Stadt von Altbayern, auf dem Veranstaltungsprogramm: am Freitag, 14. Juli, ab 14 Uhr. Mit Privilegien versehen blühte der Salzhandel bis ins 19. Jahrhundert. An der Kreuzung einer der wichtigsten Landstraßen mit dem Inn gelegen, war Wasserburg zudem der bedeutendste Umschlagsort für Waren aus dem Balkan, Österreich und Italien, so dass die Schiffmeister und Handelsherren dieser Stadt zu Macht und Reichtum gelangten. Die geschützte Lage auf einer vom Inn umflossenen Halbinsel machte die mit Mauern und Türmen befestigte Stadt, überragt von der Burg der Hallgrafen, später der Wittelsbacher, nahezu uneinnehmbar. Aber auch Handwerk und Kunst gediehen in dieser reichen Handelsstadt, so dass während ihrer Blütezeit im 15. Jahrhundert repräsentative Bauten entstanden. Wasserburg präsentiert sich dem Besucher als ein Zentrum der Gotik und zieht mit seinen Laubengängen, engen Gassen und hübschen Plätzen die Gäste in seinen Bann.

Anmeldungen bei der vhs Traunreut, Tel. 08669 86480 oder Fax 08669 86480, per E-Mail an info@vhs-traunreut.de oder im Internet unter www.vhs-traunreut.de

Foto: Der Salzmaier © Andreas Plenk